Warum Warum

Warum? Warum?

Der Servierwagen mit den Getränken ist nun in unserem Abteil. Aya stößt den Ellbogen in meine Hüfte. Sie hat beobachtet, dass die Mutter einen Tee genommen und dem Sohn ein Getränk gekauft hat. Kaum aber hat sie es ihm auf das kleine Tischchen gestellt, griff er danach, um zu trinken, und hat den Becher dabei umgestoßen. Die Mutter sah ihn an und sagte: Wárum? Warúm? Dann hat sie begonnen mit der Serviette die ausgeschüttete Flüssigkeit aufzuwischen.

Einmal hat sie Wárum? gesagt und dann Warúm?, sagt Aya. Wie ist es eigentlich richtig?

Man kann manche Wörter verschieden betonen, antworte ich. Warúm, fragt Aya. Wárum fragst du nicht Wárum, stelle ich die Gegenfrage. Aya lacht. Zum Beispiel sagen manche Túnnel und manche Tunnél. Willst du auch etwas trinken, Aya?

Erst ist der Mann mit dem Handy dran. Er fragt zuerst nach Tee und nimmt dann doch Kaffee. Wie ein Deutscher spricht er das Wort Káffee aus, betont auf der ersten Silbe. Aya macht es immer wieder nach. Káffee, sagt sie mehrmals, bis ich sie bitte, leiser zu sein. Er sieht aus wie ein Affe, sagt Aya. Hoffentlich schüttet er seinen Káffee nicht aus.

Wir nehmen einen Kaffée und ein Cola.

Warum warum

Aya fragt mich warum,
ist das Licht so grell,
fährt man in den Túnnel,
fährt man in den Tunnél.
Wárum? Warúm?
Wárum? Warúm?

Es fragt der Maler Vincent:
Wir man wirklich blind,
wenn die Ohren áb sind,
wenn die Ohren absínth?
Wárum? Warúm?
Wárum? Warúm?

Der HNO am Tabor
blickt lange in mein Ohr,
schickt Óhrenschmálz ins Labor,
schickt Ohrénschmalz ins Labor.
Wárum? Warúm?
Wárum? Warúm?

Neben und der Affe
fragt erst nach einem Tee,
doch dann nimmt er Káffee,
doch dann nimmt er Kaffée.
Wárum? Warúm?
Wárum? Warúm?

 

 

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