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Daniel Wisser

Schwerkraft

Beitrag zum Projekt WIENER STIMMUNG des Burgtheaters

Darstellerin: Sabine Haupt
Regie: Felix Metzner
Videoart: Sophie Lux
Dramaturgie: Sebastian Huber

Zwei Frauen, Mutter und Tochter, sind die Protagonistinnen dieses Monologs des Österreichischen Buchpreisträgers und Heimorglers Daniel Wisser. Sehen können sie einander gerade nicht und der Abstand zwischen Daheim und Pflegeheim, der ein Abstand zwischen Welten ist, lässt sich auch mit Telefonaten und Obstlieferungen nicht zureichend überbrücken. Der einen Birnen sind der anderen Äpfel in diesem Versuch über die Abwesenheit.

 

Zum Projekt WIENER STIMMUNG:

Wien im Frühjahr 2020: Eine Stadt im Ausnahmezustand, die politischen Entscheidungsträger souverän, ihre Umfragewerte auf historischem Hoch. Niemand hat es kommen sehen, niemand war darauf vorbereitet, aber die „Österreicherinnen und Österreicher“ leisten alle ihren Beitrag. In dieser historischen Situation hat das Burgtheater österreichische und in Österreich lebende Autor*innen eingeladen, kurze Monologe für das Ensemble in Quarantäne zu schreiben. Aus der Wirklichkeit der Isolation der Schauspieler*innen ist ein Netz aus Geschichten entstanden, ein Stimmungsbild, ein fingierter Stadtplan, ein Bewegungsmuster: eine Wien-Parallele aus Ansichten, Bekenntnissen und Verlautbarungen, die wir von April an zwei Mal in der Woche hier veröffentlichen.

Mit Texten von: Fahim Amir, Dimitré Dinev, Teresa Dopler, Franzobel, Paulus Hochgatterer, Eva Jantschitsch, Doris Knecht, Thomas Köck, Angela Lehner, Barbi Marković, Thomas Perle, Kathrin Röggla, Peter Rosei, David Schalko, Magdalena Schrefel, Gerhild Steinbuch, Marlene Streeruwitz, Bernhard Studlar, Miroslava Svolikova, Mikael Torfason, Daniel Wisser und Ivna Žic.