Smart City – Politischer Aschermittwoch 2026 (Wels)

Mi 18.02.2026 ● 19:30

Lesung und Gespräch:

Daniel Wisser

SMART CITY

Roman

Moderation: Günter Kaindlstorfer

Ort: Bildungshaus Schloss Puchberg, Puchberg 1, 4600 Wels

schlosspuchberg.at/seminar/10_29474-politischer-aschermittwoch-2026

www.penguin.de/buecher/daniel-wisser-smart-city/buch/9783630877099

Dieses Jahr gibt den Impuls der österreichische Erfolgsautor Daniel Wisser: Smart City, 2025. Er wird über die Zukunft unserer Gesellschaft und die allseits bedrohte Demokratie lesen und sprechen. Gedankenaustausch zu künstlicher Intelligenz, zu sozialen und unsoziale Medien, zu rechtsextremen Verschwörungstheorien und zur gegenwärtigen Hilflosigkeit, den rechten Rattenfängern wirkungsvoll entgegenzutreten.

Sein Rezept: „Vernunft und gesunder Menschenverstand!“ Dies zu fördern ist Ziel dieses Abends, den wir mit Heringskäse und Getränken in netter Runde ausklingen lassen.

Mitveranstalter: Welser Initiative gegen Faschismus, OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

Die Veranstaltung ist Teil des aktuellen Themenschwerpunkts „Bist du sicher?“ Medien – Alltag – Gesellschaft im Wandel“ des Erwachsenenbildungsforums OÖ.

Termin : Aschermittwoch, 18. Februar 2026, 19.30 Uhr
Kontext: Fastenpredigt mit Rektor Dr. Adi Trawöger um 18 Uhr

Eintritt: Freiwillige Spenden.

Organisation: Christoph Burgstaller, Christian Stöbich, Robert Eiter

Vorabdruck von SMART CITY in der Tageszeitung Der Standard:

Die Stadt der Zukunft und ihre Schattenseiten

In seinem neuen Roman Smart City entwirft Daniel Wisser eine perfekte Stadt ohne Gewalt, Lärm oder Armut. Doch sein Protagonist stößt schnell auf die Schattenseiten von NEUDA. Ein Auszug:

www.derstandard.at/story/3000000284572/wem-geh246rt-die-stadt-der-zukunft

Im deutschsprachigen Literaturbetrieb zählt Daniel Wisser zu den gefragtesten Schriftstellern Österreichs. Wisser steht für gesellschaftskritische Literatur mit großem Unterhaltungswert. Das gilt auch für seinen morgen erscheinenden Roman mit dem Titel Smart City. Digitale Überwachung, Privatisierung des öffentlichen Sektors und gesellschaftliche Solidarität – mit Smart City hat Daniel Wisser dringliche Themen der Zeit in einen mitreißenden Krimiplot gepackt.

Alice Pfitzner (Zeit im Bild)

Eine unheimliche und spannende Lesereise in der Geisterbahn.

Christian J. Winder (Tiroler Tageszeitung)

In schnörkellosen Sätzen entwirft Wisser das satirische Porträt einer Gesellschaft, die bereit ist, persönliche Freiheit zugunsten von Sicherheit aufzugeben – und dabei auch in Kauf nimmt, dass die Demokratie immer mehr ausgehebelt wird. Mit eingestreuten Verhörprotokollen erhöht er die Spannung. Sein neuer Roman changiert zwischen Politsatire und Kriminalroman und erzählt letztlich mehr über die Gegenwart als die Zukunft.

Marianne Fischer-Ringhofer (Kleine Zeitung)

Sehr wahrscheinlich liest man den Roman als österreichischer Leser noch einmal anders, erkennt Bezüge zu Orten, Personen und Begebenheiten klarer. Aber eigentlich ist dies gar nicht nötig, denn NEUDA könnte beinahe überall liegen und die Geschehnisse in der Planstadt führen in eindringlicher Weise vor Augen, worauf wir beinahe überall in Europa – sei es durch den immer stärker werdenden Einfluss rechter Parteien und Organisation, sei es aus Ignoranz und mangelnden Gegenwehr – zusteuern: den Verlust von wahrer Demokratie.

Thomas Gisbertz (Belletristik Couch)

Wer hier wohnen will? Ziemlich viele. Zu Beginn des Romans hat NEUDA 17.953 Einwohner, in anderen Bundesländern sind weitere Smart Citys geplant. Die Versprechen von Sicherheit, Lebensqualität und harmonischem Zusammenleben sind den Menschen mehr Wert als Eigenständigkeit und Gerechtigkeit.

Barbara Beer (Kurier)

Wissers Stil ist klar und präzise, fast so geradlinig wie die rechtwinklig angeordneten Straßen in NEUDA. Figuren werden immer mit Vor- und Nachnamen genannt, was anfangs gewöhnungsbedürftig ist (und gebrochen wird, sobald wir Figuren von außerhalb der Stadt begegnen). Der Roman ist im Präsens erzählt und beschreibt genau das, was wir auch auf den Überwachungskameras der Stadt beobachten könnten.

Jenny Blochberger (FM4)

In der Timeline sind die erfolgreichsten Artikel jene, die von der KI für einfache Sprache bearbeitet wurden. Auch an Smart City wirkt manches künstlich. Nicht nur die Namensgebung. Wer sich über den Namen Morag Oliphant nicht wundert, denn darf auch nicht überraschen, wie in dem Roman der österreichische Bundeskanzler heißt: Gawan Rindfleisch. Er wird wegen Bestechlichkeit verurteilt.

Wolfgang Huber-Lang (APA)

Im Kern handelt der fernsehfilmtaugliche Plot in Smart City also vom altbekannten Teufelspakt zwischen Macht und Geld. Oder genauer: zwischen Spitzenpolitik und Raubtierkapitalismus 3.0. Allerdings gibt Wisser dem Kungel-Thema einen neuen, zeitgemäßen Dreh, indem er daraus eine feministische Befreiungsgeschichte macht.

Gisa Funck (Deutschlandfunk)