Mo 09.02.2026 ● 19:00
Gespräch und Kurzlesungen:
Aus der Lektüre in die Welt befreit
Über Andreas Okopenko
ein Gespräch mit Laura Tezarek und Thomas Eder
Moderation: Daniel Wisser
Ort: Alte Schmiede, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien
Entgegen dem Mainstream der literarischen Avantgarde nach 1945 machte sich Andreas Okopenko die sprachliche Fassung subjektiven Augenblickserlebens zur Aufgabe, manifest in seinem Begriff vom Fluidum-Erlebnis. Vor diesem Fluidum-Theorem wurden sein Lexikon-Roman und dessen Nachfolger Meteoriten meist gelesen. Jedoch legen Okopenkos illusionsstörende Methoden, das Aufbrechen linearer Handlung und die Offenheit für variable Anordnung auch Vergleichsgrößen wie den Nouveau Roman oder Julio Cortázars Rayuela (1963) nahe. Ein Abend über radikale Nichtlinearität und Versuche, Okopenkos Werk im literaturhistorischen Kontext neu zu betrachten.
Daniel Wisser