Bleistift

Bleistift

 

Bei Joseph Hardtmuth, der vom Fürsten von Liechtenstein beauftragt wurde, zu Ehren jener Husaren, die den Fürsten aus den Händen der Truppen Napoleons befreit hatten, ein Denkmal zu errichten, handelte es sich nicht um den 1752 als zweiten Sohn des Anton Hardtmuth, Tischlermeister in Asparn an der Zaya, geborenen Joseph Hardtmuth, sondern um dessen 1758 geborenen jüngeren Bruder, der ebenfalls den Namen Joseph trug. Hardtmuth hatte aus Wut über die Verzögerung, welche das ständige Abbrechen seiner Bleistiftminen beim Planzeichnen hervorrief, eine Methode entwickelt, Minen aus einem nass geschlämmten Gemisch von Graphitstaub und Ton zu brennen und mit Ölen und Fetten zu imprägnieren, wodurch er Bleistifte in verschiedenen Härtegraden herstellen konnte, die viel seltener abbrachen und nur einen Bruchteil der damals handelsüblichen Bleistifte kosteten. Das geplante Denkmal wurde 1811 fertiggestellt und Husarentempel genannt. Nur ein Jahr danach, am 25. März 1812, wütete ein Sturm, der die Säulen des Denkmals abknickte und den Husarentempel zum Einsturz brachte.