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Zwischen den Zeilen

Do 03.05.2018  19:00

Zwischen den Zeilen

mit El Awadalla und Daniel Wisser

El Awadalla und Daniel Wisser sind beide im Burgenland aufgewachsen, schreiben und veröffentlichen seit vielen, vielen Jahren und haben beide den ORF-Quiz „Die Millionen Show“ gewonnen.

An dem Abend werden die beiden aus ihren neuesten Arbeiten lesen, über ihr Schreiben und ihre Literatur Auskunft geben und natürlich auch darüber philosophieren, warum es gerade burgenländischen Schriftstellern anscheinend leicht fällt, die Millionenshow zu gewinnen und die großen Gewinne einzustreifen, die ihnen ein Leben als AutorInnen ohne finanziellen Druck ermöglichen. Dies und vieles mehr wird an dem Abend „Zwischen den Zeilen“ im Gespräch ergründet werden.

http://www.literaturhausmattersburg.at/programm/2018/zwischen-den-zeilen/

Ort: Literaturhaus Mattersburg, Brunnenplatz 4, Rathaus, 1. Stock, 7210 Mattersburg

Zu Clemens Eich – Alte Schmiede

Mi 16.05.2018  18:00

Gedächtnismomente der Literatur

Clemens Eich: Das steinerne Meer

Daniel Wisser liest aus dem Roman Das steinerne Meer und führt mit Josef Winkler ein Gespräch über das Werk von Clemens Eich

 

Der 1954 geborene Autor Clemens Eich, der im Alter von 44 Jahren viel zu früh verstarb, war ein Meister der Prosa und hat 1995 seinen einzigen vollendeten Roman »Das steinerne Meer« vorgelegt. Mit diesem Roman wird die Gattung des Anti-Heimatromans, der die Literatur über provinzielle Schauplätze seit den Siebzigerjahren prägt, verlassen und ein ganz neuer Weg eingeschlagen. An der Grenze zwischen Österreich und Deutschland liegt das tatsächlich existierende Gebirge, das dem Roman seinen Namen gibt und in dem sich das fiktive Dorf Muna befindet. Drei Generationen einer Familie, der zwölfjährige Valentin, seine Eltern und sein Großvater Michael Hader, leben dort und werden im Roman porträtiert, wobei der Autor eben nicht ihr Psychogramm als logisches Produkt einer rohen, gehässigen und gewalttätigen Gesellschaft entwirft, sondern sie in einem kunstvollen Gewebe aus Beobachtungen, Erinnerungen und Träumen porträtiert. Doch all diese Träume und Erinnerungen und auch die Gegenwart führen die Figuren des Texts immer tiefer in eine Fremde von sich selbst: »Im falschen Land … geboren … zur falschen Zeit … die falsche Sprache … erwischt … falscher Name … falsches Rennen … falsche Welt …« (Daniel Wisser)

Eintritt frei

http://www.alte-schmiede.at/programm/2018-05-16-1800/